Gemeinsame Verantwortung
#TeamOrange – stark für Berlin
Die Herausforderungen in der Hauptstadt werden nicht weniger. Mit attraktiven Arbeitsplätzen, gezieltem Recruiting und einer solidarischen Unternehmenskultur sorgen wir dafür, dass unser #TeamOrange auch in Zukunft vorangehen und ganze Arbeit leisten kann. Für ein sauberes, nachhaltigeres und lebenswertes Berlin.
Berlin braucht eine starke BSR – und wir brauchen Fach- und Nachwuchskräfte, die mit uns gemeinsam anpacken. Dabei sind die unterschiedlichsten Talente gefragt. Von Müllwerker:innen bis zu IT-Spezialist:innen arbeiten bei uns rund 6.400 Beschäftigte in mehr als 60 verschiedenen Berufen zusammen. Immer wieder neues, qualifiziertes und motiviertes Personal zu gewinnen, zählt dabei gerade angesichts des demografischen Wandels zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren, um die Hauptstadt jeden Tag ein bisschen besser, grüner und sauberer zu machen. Auch 2025 haben wir offensiv um neue Kolleg:innen geworben. Mit erfreulichem Ergebnis, wie Anne Balke und Markus Bräuniger von der Personalgewinnung im Interview erläutern.
Positiver Trend beim Recruiting
Engagiertes Führungstandem: Anne Balke und Markus Bräuniger berichten über Maßnahmen und Erfolge der BSR-Personalgewinnung.
© BSR
Geeignetes Personal zu finden ist nicht einfach. Wie sieht die Bilanz der BSR 2025 aus?
Anne Balke: 2024 war bereits ein Rekordjahr in der Personalgewinnung – und auch 2025 konnten wir an diesen Erfolg anknüpfen: Die Zahl der eingegangenen Bewerbungen stieg um rund 30 Prozent.
Markus Bräuniger: Das war wirklich eine beeindruckende Steigerung. Insgesamt konnten wir 650 Arbeitsverträge abschließen. Bei unserer E-Mail-basierten Job-Benachrichtigung, dem Job Alert, haben wir sogar fast die 10.000er-Marke an Registrierungen geknackt. Darauf sind wir sehr stolz.
Welche Jobs sind bei Bewerber:innen aktuell besonders beliebt?
Markus Bräuniger: Quantitativ am stärksten war 2025 die Resonanz auf unsere Recruiting-Aktionen für Müllwerker:innen, wie beispielsweise den Schnuppertag speziell für Frauen, und die verschiedenen Ausschreibungen für Kraftfahrer:innen. Darüber hinaus gab es großes Interesse an unserem Traineeprogramm zum Jahresstart.
Wie hat die BSR-Personalgewinnung das erreicht? Welche Maßnahmen waren besonders wichtig?
Anne Balke: Dass wir auch in Engpassbereichen mehr Bewerbungen erhalten haben – etwa für den Job als Kraftfahrer:in oder im IT- und Ingenieurwesen –, führen wir unter anderem auf unsere zielgruppengerechten digitalen Kampagnen zurück. Außerdem setzen wir im Rahmen der Personalgewinnung auf vielfältige Events, sind regelmäßig auf Jobmessen und testen neue Formate.
Markus Bräuniger: Zum Beispiel waren wir 2025 erstmals auch bei den Kieztagen als Arbeitgeberin präsent und haben über offene Stellen und Einstiegsmöglichkeiten informiert. Ein wichtiger Meilenstein war die Überarbeitung unserer Karriere-Website im Zuge des Relaunchs von bsr.de. Die neue Seite trägt maßgeblich dazu bei, den Bewerbungsprozess klarer, zugänglicher und zeitgemäßer zu gestalten.
Neue Talente für das #TeamOrange
Klares Bekenntnis zur Nachwuchsförderung: 70 Azubis und 13 dual Studierende starteten im September 2025 bei der BSR in ihre berufliche Zukunft. Damit waren zu diesem Zeitpunkt rund 250 junge Menschen bei uns in Ausbildung. Dass wieder fast alle Plätze besetzt werden konnten, ist auch der gezielten Kommunikation zu verdanken: Unter anderem über Social-Media-Kampagnen, Kooperationen mit Influencer:innen und unseren Berufsinformationstag haben wir potenzielle Azubis und Dualis angesprochen. Einmal an Bord, erhalten die „Neuen“ bestmögliche Unterstützung, dafür sorgen nicht zuletzt unsere Fachausbilder:innen. Im Rahmen des neuen Dialogformats „Vorstand trifft Nachwuchs“ tauschen sich die Azubis zudem direkt mit dem BSR-Vorstand aus – ein Zeichen der Wertschätzung und der großen Bedeutung der Ausbildung im Unternehmen.
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Info-Events – für Frauen, die etwas bewegen wollen
Um mehr Frauen für die gewerblichen Berufe bei der BSR zu begeistern, haben wir 2025 einiges auf die Beine gestellt. Neben der Teilnahme an der „Female & Work“-Jobmesse gehörte ein eigenes digitales Info-Event im August zu den Highlights. Bis zu 117 Teilnehmer:innen informierten sich digital und dennoch sehr praxisnah über die Arbeit als Müllwerker:in sowie Straßen- und Grünflächenreiniger:in. Im September hieß es dann wieder: Ran an die Tonne und direkt ausprobieren! Beim BSR-Schnuppertag für Frauen in der Müllabfuhr machten sich 157 Besucher:innen (davon 95 Frauen) vor Ort ein Bild von den Arbeitsabläufen – vom Tonnenziehen bis zum Probesitzen im Müllwagen. Im Anschluss gingen bereits erste Online-Bewerbungen ein. Die positiven Ergebnisse zeigen, dass wir in puncto Frauenförderung auf dem richtigen Weg sind: Gemeinsam setzen wir uns für eine gleichberechtigte Zukunft ein.
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Insbesondere durch die Digitalisierung verändert sich die Arbeitswelt immer schneller – das gilt selbstverständlich auch für die BSR. Die Transformation im eigenen Unternehmen aktiv zu gestalten und die Chancen des Wandels zu nutzen, erfordert nicht zuletzt neue Führungskompetenzen. Durch Strategie-Workshops, Führungskräftetage sowie umfassende Schulungs- und Entwicklungsangebote geben wir unseren Führungskräften vielfältige Unterstützung an die Hand, um ihre Teams gezielt weiterzuentwickeln und so die Zukunftsfähigkeit der BSR zu stärken. Auch unser 2025 neu etabliertes Change-Netzwerk berät und begleitet Teams in diesen Prozessen.
Wir wollen gemeinsam vorangehen – auch innerhalb der BSR. Essenziell bleibt daher der Austausch untereinander, über Fachbereichs- und Hierarchiegrenzen hinweg, zwischen Arbeitgeberinseite und Arbeitnehmer:innen-Vertretungen. Mit Formaten wie digitalen Townhall-Meetings, „BSR im Dialog“ oder klassischen Gremienrunden fördern wir das gegenseitige Verständnis für Aufgaben und Herausforderungen.
Modern, effizient – digital!
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Tonnen holen, Straßen kehren – das Kerngeschäft der BSR ist nach wie vor stark von der Muskelkraft unserer operativen Beschäftigten geprägt. Gerade deswegen digitalisieren wir seit vielen Jahren unsere Prozesse: um Menschen zu entlasten und noch effizienter zu werden. 2025 haben wir die technologische Modernisierung und organisatorische Neuaufstellung der IT weiter vorangetrieben. Im Fokus standen dabei die Informations- und IT-Sicherheit sowie Tools, die unser Kerngeschäft spürbar unterstützen: von neuen KI-Anwendungen über die digitale Tourenplanung bis zum Relaunch unserer Website.
Nach neun Jahren wurde es Zeit für eine Rundumerneuerung: Auf Basis eines neuen Content-Management-Systems haben wir die BSR-Website grundlegend überarbeitet. Frisches Design, klare Orientierung – die Seite rückt nun das Thema „Null Verschwendung“ stärker in den Mittelpunkt und wird aktuellen Anforderungen an Suchmaschinenoptimierung und digitale Barrierefreiheit gerecht. So bieten wir im Sinne der Inklusion die Hauptinformationen zur BSR in Leichter Sprache, Videos in Gebärdensprache sowie in zehn Fremdsprachen an.
Einfach mal reinschauen: bsr.de
Die KI-Strategie der BSR bildet die Grundlage für eine gezielte und verantwortungsvolle Nutzung künstlicher Intelligenz im Unternehmen. 2025 haben wir unter anderem die Anwendung „KI-Sperrmüllbeauftragung“ fertiggestellt, mit der Entwicklung eines Chatbots im Kundenmanagement begonnen und den Grundstein für die Prüfung von Meldungen zu illegalen Ablagerungen mittels KI gelegt.
Die BSR-Tourenplanung ist das Herzstück der Organisation von Reinigung und Müllabfuhr. Eine neue, intelligente Software soll die Anwender:innen künftig entlasten und es ihnen leichter machen, auf Änderungen zu reagieren. 2025 wurden unter anderem das IT-Architekturkonzept definiert und eine von der BSR beauftragte Fraunhofer-Studie zum Einsatz von KI abgeschlossen.
100 Kolleg:innen beteiligten sich am Pilotprojekt zur Erprobung von Microsoft 365 Copilot. Gemeinsam wurden Einsatzmöglichkeiten getestet, Erfahrungen gesammelt und konkrete Mehrwerte im Arbeitsalltag bewertet. Die Ergebnisse dienen nun als Grundlage für die strategische Entscheidung zur Einführung von Copilot – dabei prüfen wir insbesondere auch die Wirtschaftlichkeit sowie den Umfang einer möglichen Lizenzierung. Parallel wurde der BSR-interne KI-Assistent FragDIT+ gezielt weiterentwickelt und um neue Funktionen ergänzt. Mit rund 1.200 aktiven Nutzer:innen pro Monat zeigt sich eine breite Akzeptanz für KI-gestützte Anwendungen im Unternehmen.
2024 startete das Projekt S4BSR zur Umstellung unserer ERP-Systeme auf SAP S/4HANA – damit schaffen wir eine wichtige Grundlage für die Modernisierung und Standardisierung der BSR-Geschäftsprozesse. Einen ersten Meilenstein erreichten wir 2025 mit der Umstellung des SAP-Systems für die Personalprozesse.
Viktoria Albrecht, Mitarbeiterin IT, SAP Basis und Betrieb„Digitale Lösungen mitzuentwickeln, die unsere Kolleg:innen
draußen jeden Tag unterstützen, gibt meiner Arbeit echten Sinn.“
Die Mitarbeiter:innen der BSR leisten einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität in Berlin – dafür möchten wir ihnen die bestmöglichen Arbeitsbedingungen bieten. Wir setzen uns für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, den Schutz der Gesundheit und gegenseitige Wertschätzung ein. Gleichzeitig möchten wir den Anforderungen einer modernen und agilen Arbeitswelt gerecht werden. Mit dem strategischen Gesamtkonzept „New Work“ gestalten wir das Umfeld für unsere Beschäftigten zukunftssicher und motivierend. Von der Modernisierung unserer Liegenschaften bis zur flexiblen Arbeitsorganisation: 2025 haben wir wieder einiges auf den Weg gebracht.
- Desksharing und New Work: Neue Raumkonzepte, flexibleres Arbeiten – ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess, den wir auch 2025 vorangetrieben haben. An verschiedenen BSR-Standorten wurden mehrere Piloten umgesetzt; weitere sind vorgesehen. Auf großzügigen Büroflächen erproben die Beschäftigten das Prinzip einer aktivitätsbasierten Nutzung.
- Personal Service Point : Die neu gestalteten Bewerber:innen- und Büroräume in der Hauptverwaltung bieten einen modernen und einladenden ersten Eindruck – für eine rundum gelungene Candidate Journey bei einer der attraktivsten Arbeitgeberinnen Berlins.
Quelle: Berlins beste Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe 2025: Diese Firmen überzeugen Fachkräfte und Nachwuchs am meisten
- Ausbau des Standorts Oberspreestraße: Modern, hell, großzügig – mit dem Einzug ins neue Dienst- und Sozialgebäude an der Oberspreestraße haben wir 2025 einen wichtigen Meilenstein der Standortentwicklung erreicht.
- New Work am Standort Ruhleben: Zwei moderne Co-Working-Räume auf dem Gelände des MHKW Ruhleben fördern den internen Austausch, bieten flexible Arbeitsplätze, Rückzugsorte und Besprechungsmöglichkeiten.
- Neubauprojekt „Südkreuz“: Die BSR investiert gezielt in moderne, flexible und nachhaltige Flächenkonzepte. Ein Beispiel für unser Engagement: die neue Unternehmenszentrale am Südkreuz, die als zentraler Innovationsstandort für die BSR entwickelt wird. Gemeinsam mit der Berlinovo Immobilien GmbH realisieren wir hier ein zukunftweisendes Bauvorhaben, das Klimaschutz, modernes Arbeiten und städtische Innovation vereint.
Sicherheit und Gesundheitsschutz im Fokus
Ob auf den Recyclinghöfen, bei der Reinigung oder der Müllabfuhr: Im operativen Geschäft müssen die BSR-Beschäftigten nach wie vor zum Teil ganz schön hart anpacken. Um ihnen die Arbeit zu erleichtern und Gesundheitsrisiken zu minimieren, entwickeln wir geeignete Maßnahmen. Leider nehmen auch Bedrohungen und Gewalt gegen unsere Mitarbeiter:innen zu – ein Problem, das wir sehr ernst nehmen und entschieden bekämpfen.
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Zunehmende Gewalt und Verrohung im öffentlichen Raum betreffen die ganze Gesellschaft – leider auch Mitarbeiter:innen der Straßenreinigung und Müllabfuhr sowie Beschäftigte auf den BSR-Recyclinghöfen. Eine dortige Umfrage aus dem Jahr 2025 zeigt die Ausmaße der Problematik: So gaben 95 Prozent der teilnehmenden Befragten an, im Arbeitsalltag bereits Gewalt oder Bedrohungen erlebt zu haben. Die BSR geht das Thema entschlossen und vielschichtig an: Gemeinsam mit weiteren betroffenen kommunalen Unternehmen haben wir etwa mit dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner, Innensenatorin Iris Spranger und Staatssekretär Severin Fischer über mögliche Schritte diskutiert. In einem neu gegründeten Arbeitskreis tauschen wir uns mit Expert:innen der kommunalen Unternehmen regelmäßig zu wirksamen Sicherheitsvorkehrungen aus. Innerhalb der BSR wurde zudem bereits ein Maßnahmenkatalog entwickelt, der Schritt für Schritt auf alle operativen Einheiten übertragen werden soll: Er beinhaltet unter anderem vorbeugende Schulungen zur Konfliktvermeidung, Notfallmaßnahmen und persönliche Unterstützung nach Vorfällen.
Wenn es heiß wird in Berlin, kann das zum Gesundheitsrisiko werden – besonders für Menschen, die im Freien arbeiten. Mit der weiterentwickelten Dienstvereinbarung „Hitze“ gewährleistet die BSR den bestmöglichen Schutz aller Beschäftigten. So bezieht der neue Hitze-Index auch die gefühlte Temperatur mit ein und berücksichtigt Faktoren wie Luftfeuchtigkeit, Wind und Bodenbelagsstrahlung. Es gilt eine absolute Temperaturobergrenze von 34 Grad. Im Extremfall können Dienstbeginn und Dienstende vorgezogen und RC-Höfe geschlossen werden. Auf Basis der Dienstvereinbarung regeln die operativen Bereiche ihre Maßnahmen eigenständig. So erhöhen wir die Flexibilität und stellen unsere Leistungsfähigkeit auch an heißen Tagen sicher.
Wo es zu eng wird, stellen wir spezielle Metallrampen an den Ladestellen der Müllabfuhr auf. Die Transportüberwege ermöglichen es den BSR-Mitarbeiter:innen, Mülltonnen auch dort aus den Hinterhöfen direkt zum Fahrzeug zu ziehen, wo Zugangswege ansonsten komplett zugeparkt sind. Die 1,50 Meter breiten Rampen ersparen unseren Beschäftigten teils lange und kräftezehrende Umwege – und auch mobilitätseingeschränkte Menschen oder Familien mit Kinderwagen schätzen die so entstehenden freien Durchgänge. Ende 2025 waren rund 270 Transportüberwege im Stadtgebiet aufgestellt, mehr als 100 weitere sind bei den Bezirksämtern beantragt.
Franziska Schmidt, Müllwerkerin der BSR„Ich bin Teil dieses Teams, weil gemeinsame Verantwortung Berlin bewegt.“
Orange ist bunt: Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Inklusion bei der BSR
Wir sind überzeugt: Vielfalt macht uns stark und fördert die besten Lösungen zutage. Vielfalt, Chancengerechtigkeit, Frauenförderung und gleichberechtigte Teilhabe sind feste Bestandteile der BSR-Unternehmensstrategie. Wichtig ist uns dabei, mögliche Barrieren innerhalb der eigenen Unternehmensorganisation kritisch zu hinterfragen und zugleich das Bewusstsein unserer Beschäftigten zu stärken. Auch 2025 haben wir uns für ein offenes, faires und diskriminierungsfreies Miteinander eingesetzt. Ein wichtiges Signal war der Beitritt zur Initiative „Klischeefrei“, wie Dr. Stefanie Hansen-Heidelk im Interview erläutert. Durch unterschiedliche Veranstaltungsformate – von der Gleichstellungskonferenz über Schulungen bis zur Sexismus-Ausstellung – kommen wir regelmäßig mit unseren Beschäftigten ins Gespräch.
„Bei uns zählen Fähigkeiten – unabhängig vom Geschlecht“
Ein Gespräch mit Dr. Stefanie Hansen-Heidelk, Leiterin Personal und Gesundheit bei der BSR
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Die Initiative „Klischeefrei“ ist ein von der Bundesregierung initiiertes Bündnis aus Bildung, Politik, Wirtschaft, Praxis und Forschung – und setzt sich für eine Arbeitswelt frei von Geschlechterklischees ein. Warum ist die BSR der Initiative beigetreten?
Vielfalt in Teams schafft echten Mehrwert, fördert Kreativität und führt zu besseren Entscheidungen. Deshalb setzen wir uns dafür ein, klassische Rollenbilder nachhaltig zu überwinden und unterrepräsentierte Gruppen zu stärken. Statt zwischen „Frauen- und Männerberufen“ zu unterscheiden, zählen bei uns Fähigkeiten und Fertigkeiten – unabhängig vom Geschlecht. Unser Motto „Orange ist bunt“ unterstreicht: Wir möchten so vielfältig sein wie Berlin selbst.
Was tut die BSR für eine Arbeitswelt frei von Geschlechterklischees?
Ein wichtiger Baustein ist unser Frauenförderplan mit gezielten Maßnahmen wie Schnuppertagen und Kampagnen, um mehr Frauen zum Beispiel für die Müllabfuhr oder Straßenreinigung zu gewinnen. Außerdem achten wir auf vielfältige und gemischte Teams. Intern sorgen Programme und Schulungen für mehr Bewusstsein.
Stichwort Nachwuchsgewinnung: Was wäre aus Sicht des Unternehmens wichtig für eine klischeefreie berufliche Orientierung in der Schule?
Aus unserer Sicht ist es besonders wichtig, dass Jugendliche Informationen über alle Berufe erhalten, ganz unabhängig von Geschlechterklischees. Im Vordergrund sollten die eigenen Fähigkeiten und Interessen stehen, nicht das Geschlecht. Der Girls’ und Boys’ Day oder Berufsfelderkundungen ermöglichen wertvolle, echte Einblicke. Auch Lehrkräfte und Erzieher:innen können als Multiplikator:innen viel bewirken.
Geht die BSR auch selbst in Schulen?
Ja, wir sind als BSR regelmäßig in Schulen unterwegs – besonders mit dem Schwerpunkt Umweltbildung. Dabei beantworten wir auch gern Fragen zu unseren Berufen. Die Resonanz ist sehr positiv. Wir merken: Das Interesse an Umwelt, Vielfalt und den unterschiedlichen Berufsbildern wächst. Unser Ziel ist es, Neugier zu fördern und eine klischeefreie berufliche Orientierung zu ermöglichen.
Jede:r verdient eine faire Chance
Als eines der größten kommunalen Unternehmen in Deutschland übernimmt die BSR gesellschaftliche Verantwortung – und investiert seit vielen Jahren in soziale Projekte. Ein besonderes Anliegen für das #TeamOrange ist es dabei, Menschen mit Unterstützungsbedarf den Weg in eine berufliche Zukunft zu ebnen.
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- Gemeinsam schaffen wir das!: Im 21. Durchlauf nahmen 2025 sieben Absolvent:innen ihre Abschlusszeugnisse und Arbeitsverträge als Straßen- und Grünflächenreiniger:innen entgegen. Das Integrationsprojekt mit der Gesellschaft für berufsbildende Maßnahmen (GFBM) richtet sich insbesondere an Jugendliche, die Unterstützung für ihre Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt benötigen.
- JUST orange – Jugend startet orange: Sieben von elf Teilnehmenden haben 2025 ihre Arbeitsverträge als Straßen- und Grünflächenreiniger:innen beziehungsweise Müllwerker:innen bei der BSR erhalten. Das Jugendberufshilfe-Angebot unterstützt gemeinsam mit dem SOS-Kinderdorf Berlin und der Zukunftsbau GmbH Berliner Jugendliche und junge Erwachsene mit besonderem Förderbedarf.
- EVEREST: Die BSR setzt sich seit 2015 für die Integration von Menschen mit Fluchtgeschichte ein. Im Projekt EVEREST, das wir zusammen mit dem SOS-Kinderdorf Berlin, der VHS Mitte, Vivantes Hauptstadtpflege und dem Charité CFM Facility Management umsetzen, ebnen wir geflüchteten Jugendlichen den Weg ins Berufsleben.
- Gemeinsames Inklusionsprojekt von Lebenswelten e. V. und BSR: Seit Juni 2025 arbeiten die BSR und der Verein Lebenswelten e. V. in dem Projekt zusammen, um die berufliche und soziale Inklusion von Menschen mit psychischen Erkrankungen in der Praxis zu ermöglichen. Alle 14 Tage treffen sich Klient:innen des Vereins mit einem Reinigungsteam der BSR und arbeiten mit. Eine tolle Chance, in den Arbeitsalltag reinzuschnuppern und so ein Stück weit zurück ins Leben zu finden.
