Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz
Zirkuläre Zukunft – läuft!
Reduce, Re-Use, Recycle: Die BSR-Gruppe unterstützt Berlin auf dem Weg in eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft – und entwickelt konkrete Lösungen für mehr Klima- und Ressourcenschutz. Gemeinsam gelingt es immer besser, Abfälle zu vermeiden, vorhandene Wertstoffe effizient zu nutzen und so auch die Versorgungssicherheit in der Hauptstadt zu stärken.
Weniger ist mehr
Wie werden wir in Zukunft leben? Das hängt nicht zuletzt davon ab, wie wir heute mit unseren Ressourcen umgehen. Die BSR-Gruppe geht voran in Sachen Kreislaufwirtschaft und orientiert sich dabei an den Klimaschutzzielen des Landes Berlin sowie der EU-Abfallhierarchie: Vermeidung, Wiederverwendung und Recycling haben für uns Priorität; unvermeidliche Abfallreste werden so weit wie möglich in Energie umgewandelt. So entlasten wir Umwelt und Klima, sichern wertvolle Rohstoffe und tragen zur klimaschonenden Wärmeversorgung in Berlin bei.
Die fünfstufige Abfallhierarchie
Konsequente Kreislaufwirtschaft ist ein wichtiger Hebel, um das EU-Ziel „Klimaneutralität bis 2050“ zu erreichen. Ein Kernelement ist die fünfstufige Abfallhierarchie – Vermeidung, Wiederverwendung, Recycling, Verwertung und Beseitigung als letzte Option. Wird sie eingehalten, reduzieren wir Treibhausgasemissionen und schonen Ressourcen.
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Abfall vermeiden – von Anfang an
Mit Zero-Waste-Initiativen und Angeboten wie den Kieztagen unterstützen wir die Berliner:innen bei einem nachhaltigen Umgang mit Wertstoffen. Außerdem machen wir uns seit vielen Jahren für die Umweltbildung stark. Los geht’s mit den Kleinsten: In unserem Outdoor-Klassenzimmer auf dem BSR-Gelände in der Ringbahnstraße erforschten Schüler:innen der Berliner Grundschulen im Juni 2025, was Kompostierung kann, wie Regenwürmer dabei helfen und wie Biogas entsteht. Unsere erfahrenen Referent:innen führten die Kinder durch die interaktiven Lernstationen – und weckten ihr Bewusstsein für Abfallvermeidung, Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung. An 13 Tagen kamen 13 Schulklassen zu uns. Weitere Angebote gibt es für Kitas und weiterführende Schulen im Bereich der Sekundarstufe.
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Weitere Highlights der BSR-Umweltbildung 2025
87 Workshops zum Thema Zero Waste an Grundschulen „Die lange Reise meines T-Shirts“ in Kooperation mit der Deutsche Umwelt-Aktion e. V. (DUA):
Die Unterrichtsreihe sensibilisiert Kinder für die ökologischen und sozialen Folgen der massenhaften Textilproduktion und zeigt Möglichkeiten eines nachhaltigeren Konsums auf.
11 Upcycling-Workshops „Zero Waste an Schulen der Sekundarstufen zum Thema Textilien/Fast Fashion“:
Das Bildungsangebot soll Jugendliche zum nachhaltigen Kauf, zum Weiternutzen, Reparieren, Upcyceln oder Recyceln anregen. Nur so können wir Ressourcen schonen und das stetig wachsende Abfallaufkommen reduzieren.
7. Schul-Filmwettbewerb #abgedreht, erneut unter der Schirmherrschaft der Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Katharina Günther-Wünsch: Zum Thema „Re-Use – Wiederverwenden statt wegwerfen oder verschwenden“ wurden insgesamt 24 Filme von 116 Schüler:innen der Berliner Sekundarstufen eingereicht.
5 Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte und 2 Multiplikator:innen-Workshops an Erzieher:innen-Schulen
9 Workshops im Naturschutzzentrum Ökowerk zu Stadtsauberkeit
Abfall trennen: Mehr Mut zu Biogut
Organische Abfälle haben es in sich: Die BSR kann sie zu Biogas und hochwertigem Kompost verarbeiten – vorausgesetzt, sie werden getrennt gesammelt. Aktuell landen noch 30 bis 40 Prozent der biogenen Abfälle ungenutzt im Hausmüll. Das wollen wir ändern und arbeiten im Rahmen unseres Projekts „BioUP!“ daran, die Sammelmengen und -qualitäten von Biogut zu erhöhen. Ein Ansatzpunkt ist es, mehr „Eigenkompostierer:innen“ zur Nutzung der Biotonne zu motivieren. Gemeinsam mit der SenMVKU haben wir deshalb 2025 rund 65.000 Kund:innen unter dem Motto „Mehr Mut zu Biogut“ zur Bestellung einer Biotonne aufgerufen. Mit gutem Erfolg: Viele haben sich für die Biotonne entschieden, erhielten ab Anfang 2026 ihre neuen Behälter und sammeln fleißig mit – wir sagen Danke!
Projektleiter Mario Coopmann, BSR-Kundenmanagement"Mit einer Bestellquote von rund 13 Prozent lag die Resonanz auf unseren Aufruf deutlich höher, als wir im Vorfeld erwartet haben. So konnten rund 8.500 neue Biotonnen aufgestellt werden."
Lebensmittelverschwendung? Nicht mit uns!
Am besten ist es, wenn genießbare Lebensmittel gar nicht erst im Abfall landen. Zusammen mit der Umweltverwaltung und weiteren Akteur:innen hat die BSR pünktlich zum 26. Mai 2025 – dem bundesweiten Tag der Biotonne – die Aktion „Lebensmittel-Verschwenden beenden“ an den Start gebracht. Unter anderem klären bedruckte Papiertüten im Einzelhandel die Verbraucher:innen darüber auf, wie sie frische Lebensmittel richtig lagern und Reste kreativ verwerten. Die Papierbeutel können dann zum Sammeln von Biogut verwendet werden.
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Alles orange – alles bio
Wie nutzen wir das Potenzial der Bioabfälle noch besser? Mit dieser Frage haben sich Studierende der Weißensee Kunsthochschule Berlin im Wintersemester 2024/2025 gleich in acht Semesterprojekten auseinandergesetzt – und tolle Ideen z. B. für das Produktdesign von Kompostierungsbehältern entwickelt. Die BSR unterstützte das Kreativ-Projekt nicht nur finanziell, sondern auch mit fachlicher Begleitung sowie Exkursionsangeboten, unter anderem ins Müllheizkraftwerk und in die Biogasanlage in Ruhleben. Mehr Infos zum Projekt
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Recyceln: RC-Höfe als moderne Kreislaufwirtschafts-Plattformen
Wer Sperrmüll, Elektroschrott oder andere Wertstoffe abgeben möchte, hat in Berlin die Wahl zwischen 14 Recyclinghöfen. Die BSR investiert gezielt in die Modernisierung, um den Bürger:innen die Anlieferung so leicht und attraktiv wie möglich zu machen, das Recycling der Wertstoffe zu optimieren und bestmögliche Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten vor Ort zu schaffen. Nachdem wir in der Gradestraße bereits im Frühjahr 2021 unseren modernen Recyclinghof Plus eröffnet haben, geht es nun mit den Recyclinghöfen im Hegauer Weg und in der Oberspreestraße weiter. Beispiel Hegauer Weg: Mit Abschluss der Bauarbeiten wird sich die Nutzfläche fast verdoppeln – von 5.700 auf 10.800 Quadratmeter. Die Trennung von Kunden- und Entsorgungsverkehr soll die Schließzeiten reduzieren und die Kapazität um etwa 20 Prozent steigern.
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Digitales Wartezeitenmanagement
Damit sich Kund:innen vor ihrem Besuch gut informieren können, arbeitet die BSR zugleich daran, online mehr Informationen anzubieten – von Stoßzeitendiagrammen zur aktuellen Besucherauslastung bis zur Anzeige, ob der RC-Hof planmäßig geöffnet ist oder es Einschränkungen bei der Annahme bestimmter Abfallarten/-fraktionen gibt.
Entsorgung und Versorgung – zwei Seiten derselben Medaille
Abfälle sind Rohstoffe. Mit modernen Technologien gelingt es der BSR-Gruppe immer besser, sie ökonomisch und ökologisch sinnvoll zu verwerten. Vom Baubeginn einer Eigenbedarfsturbine im BSR-Müllheizkraftwerk (MHKW) Ruhleben bis zur Optimierung unserer Biogasanlage: 2025 haben wir viel unternommen, um unsere Anlagen und Liegenschaften fit für die zirkuläre Zukunft zu machen. Unser Ziel: noch mehr Sicherheit und Effizienz – sowohl für die umweltgerechte Abfallentsorgung als auch für eine klimaschonende Energie- und Wärmeversorgung in Berlin.
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MHKW Ruhleben: Neue Turbine deckt elektrischen Eigenbedarf
Auf dem Gelände des MHKW haben im November 2025 die Baumaßnahmen zum Projekt „Energieverwertung Ruhleben“ begonnen. Das Projekt verbessert die Energieeffizienz des Müllheizkraftwerks und seine Resilienz, bedient aber auch neue technische Anforderungen aus dem Dampfliefervertrag zwischen der BSR und der Berliner Energie und Wärme GmbH (BEW). Herzstück ist eine Entnahme-Kondensationsturbine, die ab 2028 den elektrischen Eigenbedarf des MHKW decken soll. Die Anlage muss dann keine Energie mehr aus dem Stromnetz beziehen.
Das MHKW steht für eine sichere Entsorgung und Versorgung in Berlin. Im Jahr 2025 wurden rund 554.000 Tonnen Hausmüll verbrannt. Die entstehende Wärmeenergie gelangt als Hochdruck-Heizdampf ins benachbarte Heizkraftwerk Reuter West und wird dort mittels Kraft-Wärme-Kopplung zur Erzeugung von Strom und Fernwärme genutzt. Damit können wir schon heute rund 5 Prozent der Berliner Haushalte mit Fernwärmeanschluss mit nachhaltiger Energie versorgen.
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Biomassezentrum Hennickendorf: Weiterentwicklung im Dialog mit den Bürger:innen
Die Planungen zum Ausbau des Standorts Hennickendorf zu einem modernen Biomassezentrum laufen im sogenannten Bebauungsplanverfahren weiter; 2025 haben wir dabei den intensiven Austausch mit den Bürger:innen und der Gemeinde Rüdersdorf fortgesetzt. Bei Infoveranstaltungen, Sitzungen der Gemeindevertreter:innen und einem Tag der offenen Tür machten sich Interessierte ein Bild von den Modernisierungsmaßnahmen und erfuhren, wie wir Geruchs- und Verkehrsbelastungen so gering wie möglich halten wollen. Unter anderem ist geplant, die meisten Prozessschritte komplett in Hallen zu verlagern.
2025 haben wir unter anderem die Flächenversiegelung, eine Tankstelle und einen Beschäftigtenparkplatz fertiggestellt. Ein neuer, moderner Kompostumsetzer optimiert zudem die Umwandlung von Bioabfällen in Humus; die aufgetürmten Rottemieten müssen nun nicht mehr per Radlader umgeschichtet werden. Auch die Einfriedung der gesamten Liegenschaft wurde abgeschlossen – mit kreativer Beteiligung aus der Region: Im August wurde die „Wall of Fame“ für örtliche Graffiti-Künstler:innen freigegeben.
In unserer Bio-Kompostieranlage im brandenburgischen Hennickendorf (Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin) verarbeiten wir organische Abfälle zu Kompost. Der Bioabfall kommt entweder aus Haushalten und Gärten oder aus dem Straßen-, Garten- und Landschaftsbau. Das Endprodukt wird den gesetzlichen Vorgaben entsprechend kontrolliert und schließlich als Dünger oder Bodenverbesserungsmittel eingesetzt.
Gut zu wissen: Diesen Fertigkompost bieten wir auf unseren Recyclinghöfen als Verkaufsprodukt in 40-Liter-Säcken an.
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Biogasanlage Ruhleben: erfolgreiche Tests zur Betriebsoptimierung
Auch in unsere Biogasanlage haben wir 2025 investiert. Neben Instandsetzungsarbeiten nach einer Leckage im Bereich der Biomethanaufbereitung stand dabei vor allem die weitere Betriebsoptimierung im Vordergrund. Ende 2025 wurde eine Versuchsanlage zur Absenkung des Schwefelwasserstoff- und Ammoniakgehaltes im Fermenter gestartet. Ziel ist es, die Biomethanausbeute zu erhöhen und die Betriebskosten in den nachfolgenden Prozessschritten zu senken. Erste Versuchsergebnisse zeigen einen positiven Verlauf.
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Liegenschaftsentwicklung: vorangehen in Sachen Nachhaltigkeit
Die Erneuerung des Standorts Lengeder Straße zählt aktuell zu den größten Bauvorhaben der BSR – und zeigt, wie das Unternehmen auch in puncto „Nachhaltiges Bauen“ vorangeht. So wird das Dienst- und Sozialgebäude energetisch auf dem neuesten Stand sein. Es bekommt eine Photovoltaikanlage sowie ein Gründach und eine Regenwasserversickerung. Ausreichend Fahrradstandplätze mit elektrischer Lademöglichkeit sind selbstverständlich eingeplant.
Auch die anderen BSR-Standorte werden Schritt für Schritt grüner. So hat die BSR-Hauptverwaltung in der Ringbahnstraße 2025 bereits zehn neue Fahrradstellplätze sowie zwei E-Bike-Ladestationen erhalten. Außerdem wurde ein Pilotprojekt zur Optimierung der internen Abfalltrennung gestartet. Und am Standort Mühlenstraße hat die Beschäftigteninitiative „Gutes Klima“ eine Fassadenbegrünung umgesetzt.
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Malte Schäfer, Leiter Operatives Stoffstrommanagement der BSR„Vorangehen heißt für mich: jeden Tag alles geben, dass Kreislaufwirtschaft funktioniert.“
Entsorgung sichern – damit es rundläuft in Berlin
Etwa 1,2 Millionen Tonnen Siedlungsabfälle produzierte Berlin im Jahr 2025. Diese Menge fachgerecht und möglichst nachhaltig zu entsorgen, ist eine im wahrsten Sinne riesige Herausforderung. Um die Entsorgungssicherheit zu gewährleisten, investiert die BSR-Gruppe permanent in die notwendige Infrastruktur und die Instandhaltung der Anlagen. Falsch entsorgte Abfälle können dennoch zu Problemen führen – Beispiel Lachgaskartuschen: 2025 kam es mehrfach zu Explosionen und Beschädigungen im MHKW Ruhleben.
Gar nicht lustig: Lachgaskartuschen im Restabfall
Gelangen Lachgaskartuschen ins Müllheizkraftwerk der BSR – etwa über den Restmüll, öffentliche Papierkörbe oder den Straßenkehricht –, können sie dort durch die Hitzeeinwirkung explodieren und ernsthafte Schäden anrichten. Dadurch kam es 2025 zu neun technischen Ausfällen, verbunden mit rund 890 Ausfallstunden, einer reduzierten Verbrennungskapazität und Kosten in Millionenhöhe.
Um wirtschaftliche Schäden, aber auch Gefahren für die Mitarbeitenden zu vermeiden, hat die BSR Maßnahmen entwickelt, um Stoffströme umzuleiten. Eine akzeptable Lösung lässt sich aber nur gemeinsam mit der Politik und den Verbraucher:innen erreichen. Bei einem Pressetermin im MHKW haben wir daher im September 2025 zusammen mit der Fachstelle für Suchtprävention Berlin und der Interessengemeinschaft der Thermischen Abfallbehandlungsanlagen in Deutschland (ITAD) über Risiken und Schäden durch den Konsum des Schnüffelstoffs und durch falsch entsorgte Lachgaskartuschen aufgeklärt.
Lachgaskartuschen gehören auf keinen Fall in den Restmüll oder in öffentliche Papierkörbe, sondern vollständig entleert in die Wertstofftonne. Alternativ können sie über die Schadstoffannahmestellen der Recyclinghöfe sicher entsorgt werden. Entsprechende Hinweise finden sich im Abfall-ABC der BSR.
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Klar auf Kurs in Sachen Klimaschutz
Von moderneren Anlagen und Liegenschaften über die Deponieabdichtung bis zur Elektrifizierung des Fuhrparks: Mit ihrer ganzheitlichen Strategie zur Reduzierung klimaschädlicher Treibhausgase ist die BSR-Gruppe eine verlässliche Partnerin des Landes Berlin auf dem Weg zur Klimaneutralität. Ein Meilenstein war 2025 die Rezertifizierung unseres Umweltmanagementsystems (ISO 14001) für weitere drei Jahre. Die Auditor:innen zeigten sich von der konsequenten Ausrichtung beeindruckt, unter anderem von der geplanten Eigenbedarfsturbine für das MHKW Ruhleben – ein großes Plus für das Erreichen der BSR-Klimaschutzziele. Im Berichtsjahr wurde außerdem eine Stelle für Umweltmanagement besetzt, um den fortlaufenden Verbesserungsprozess auf allen Ebenen weiter voranzutreiben und aus dem BSR-Klimaschutzbüro heraus zu steuern.
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Messbarer Beitrag unserer Re-Use-Angebote
Abfallvermeidung und Wiederverwendung sind gut fürs Klima – aber was bringen die Re-Use-Angebote der BSR konkret? 2025 haben wir zusammen mit dem Institut für Energie- und Umweltforschung (ifeu) dafür ein Tool zur Berechnung der CO2-Bilanz unseres Gebrauchtwarenkaufhauses NochMall entwickelt. Damit können wir sichtbar machen, welche Emissionseinsparungen durch die Verlängerung der Produktlebensdauer gebrauchter Waren möglich sind. Erste Ergebnisse: 2024 wurden durch die Re-Use-Aktivitäten in der NochMall 1.424 Tonnen CO2-Emissionen vermieden.
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Gutes Klima – eine Frage des persönlichen Engagements
Die BSR-Beschäftigteninitiative „Gutes Klima“ hat sich auch 2025 wieder ins Zeug gelegt, um klimafreundliches Verhalten in den (Arbeits-)Alltag zu integrieren. Dazu wurden weitere Standorte und Flächen in gemeinsamen Aktionen von Beschäftigten begrünt und insektenfreundlicher gestaltet. Unter anderem standen Bepflanzungsaktionen am MHKW Ruhleben und in der Mühlenstraße auf dem Programm. Außerdem haben wir uns als Mitglied der AG Biodiversität der InfraLab-Unternehmen aktiv an der naturnahen Umgestaltung von Flächen in Berlin beteiligt. Mit der Arbeit am Projekt „Grüne Routen durch Berlin“ erhielt die AG gemeinsam mit weiteren InfraLab-Unternehmen Berlins sogar den ersten Preis beim Wettbewerb „Deutschland summt 2025“, der von der „Stiftung für Mensch und Umwelt“ verliehen wird. Ein Gewinn nicht nur für unsere engagierten Beschäftigten, sondern vor allem auch für die Artenvielfalt und den Klimaschutz in Berlin.
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Anneli Heinrich, Klimaschutzbüro der BSR„Biodiversität tut uns allen gut! Jede:r kann einen Beitrag leisten – auch kleine Aktionen helfen.“
Sauber unterwegs: die „grüne Fahrzeugflotte“ der BSR
Weniger CO2, weniger Stickoxide, weniger Lärm: Um unsere Emissionen zu reduzieren, investieren wir seit Jahren in die nachhaltige Umrüstung der BSR-Fahrzeugflotte. Insbesondere E-Fahrzeuge sind immer häufiger im Einsatz: 460 elektrisch betriebene Fahrzeuge gehörten Ende 2025 zum Fuhrpark, davon 340 E-Nutzfahrzeuge für die Sauberkeit in Berlin. Das sind bereits 18 Prozent der gesamten Flotte. Unter anderem bei den täglichen Reinigungsarbeiten in der Stadt leisten leise, aber leistungsstarke Elektromodelle hervorragende Dienste, zum Beispiel die E-Kleinkehrmaschinen bei ihren Einsätzen auf Bürgersteigen. Außerdem betreiben wir 185 CNG-Abfallsammelfahrzeuge, die wir mit Biogas aus unserer eigenen Vergärungsanlage betanken, und mehr als ein Dutzend brennstoffzellenbetriebene Fahrzeuge in der Abfallsammlung. Alternative Antriebe haben Vorfahrt bei der BSR – bis 2030 wollen wir mit rund der Hälfte aller Fahrzeuge CO2-neutral unterwegs sein.
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Erneute Fahrzeugspende für Kyjiw
Re-Use mit besonderem Mehrwert: Zehn ausgemusterte Kehrichtsammelfahrzeuge der BSR konnten Ende 2025 als Sachspende an die ukrainische Hauptstadt Kyjiw übergeben werden – dort leisten die winterdiensttauglichen Fahrzeuge weiterhin wertvolle Dienste. Die Sachspende wurde durch die Senatsfinanzverwaltung auf Basis von § 63 Landeshaushaltsordnung (LHO) freigegeben; die BSR-Gruppe setzt damit ihr langjähriges Engagement für die Partnerstadt des Landes Berlin fort.
