Nachhaltig wirtschaften

Die BSR – eine starke Partnerin für die Zero-Waste-Hauptstadt

Abfälle vermeiden, Ressourcen schonen – auf dem Weg zu immer weniger Verschwendung geht die BSR entschlossen voran. Mit praktischen Re-Use-Angeboten, vielfältigen Initiativen und einem starken Netzwerk zeigen wir: Mehr Nachhaltigkeit geht ganz einfach, wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen. 

Deutschlandweit einzigartig: die Zero-Waste-Agentur

Null Verschwendung in einer modernen Großstadt? Für Berlin ist das kein Wunschdenken, sondern ein konkretes Ziel – ein Gemeinschaftsprojekt, das die Zero-Waste-Agentur mit beachtlichem Erfolg vorantreibt. 2023 von der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU) und der BSR gegründet, ist sie heute fester Bestandteil der Berliner Nachhaltigkeitslandschaft und Schnittstelle der Zero-Waste-Bewegung Berlins. Die Agentur vernetzt Akteur:innen rund um Abfallvermeidung, Re-Use und Ressourcenschonung, stärkt das Bewusstsein für Zero Waste und Kreislaufwirtschaft – und schafft mit regelmäßigen Treffen und Initiativen wie der „Task Force Zero Waste in Berliner Bezirken“ praxisnahe Plattformen für Austausch und Zusammenarbeit.

Grafik zu den fünf Prinzipien der Abfallvermeidung: Refuse, Rethink, Reduce, Re-Use und Repair

© BSR

Zu den Highlights im Jahr 2025 zählten unter anderem

Zero Waste Award in Wohnquartieren: gute Einfälle gegen Abfälle

Abfallvermeidung und Wiederverwendung entlasten die Umwelt und verbessern die Lebensqualität. Um speziell die Wohnungswirtschaft für das Thema zu sensibilisieren und alltagsnahe Projekte sichtbar zu machen, haben wir gemeinsam mit der Zero-Waste-Agentur den Zero Waste Award ins Leben gerufen. „Eure Einfälle gegen Abfälle“ lautete das Motto im Premierenjahr – und gute Ideen für weniger Müll, mehr Wiederverwendung und ein stärkeres Bewusstsein für nachhaltiges Handeln in Wohnquartieren gab es reichlich: Insgesamt bewertete die Fachjury 158 Wettbewerbsbeiträge in den vier Kategorien „Infrastruktur“, „Interaktion“, „Impuls“ und „Idee“. Die Schirmherrschaft für den Wettbewerb übernahmen der Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Christian Gaebler, sowie die BSR-Vorstandsvorsitzende Stephanie Otto. Mehr Infos zu Einreichungen und Preisträger:innen

Preisträger:innen und Beteiligte des Zero Waste Award stehen gemeinsam auf der Bühne mit ihren Auszeichnungen

Feierliche Verleihung des Zero Waste Award 2025 in der NochMall, 25. November 2025
© BSR

#ZWFF: gemeinsam etwas ändern – mit Begeisterung

Besucherrekord! Rund 4.000 Menschen kamen im November 2025 zum Zero Waste Future Festival (ZWFF) der BSR in die NochMall. Bereits zum sechsten Mal feierten wir hier gemeinsam mit den Berliner:innen eine verschwendungsfreie Zukunft. Praktische Workshops, das Repaircafé, leckere Snacks und Musik luden zum Mitmachen, Lernen und Diskutieren ein. Rund 20 verschiedene Initiativen gaben Tipps und Inspirationen für einen ressourcenschonenden Alltag. Organisator:innen und Gäste waren sich einig: #ZeroWaste bewegt die Hauptstadt – und wir können gemeinsam eine ganze Menge ändern.

Besucher:innen gestalten gemeinsam Taschen in einem Workshop beim Zero Waste Future Festival

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Fünf Jahre NochMall: alles außer neu

Ein Zero-Waste-Projekt mit Strahlkraft weit über Berlin hinaus: Der fünfte Geburtstag der NochMall im August 2025 war ein echter Grund zum Feiern. Denn das Angebot gebrauchter Alltagsdinge, Möbel und Kleidungsstücke kommt gut an bei den Verbraucher:innen – im vergangenen Geschäftsjahr stiegen die Umsatzerlöse um mehr als 10 Prozent. Darüber hinaus punktet unser Gebrauchtwarenkaufhaus als Erlebnisort für Re-Use und Kreislaufwirtschaft. Neben dem Zero Waste Future Festival und der Preisverleihung des Zero Waste Award fanden auch 2025 wieder vielfältige Workshops, Repaircafés und Auktionen mit besonderen Fundstücken statt. 

Drei Personen schneiden gemeinsam eine Geburtstagstorte zum fünfjährigen Bestehen der NochMall an

Die ehemalige Reinickendorfer Bezirksstadträtin Julia Schrod-Thiel, BSR-Vorstandsvorsitzende Stephanie Otto und NochMall-Geschäftsführer Frieder Söling eröffneten die Feier und schnitten gemeinsam die Geburtstagstorte an
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Das Video zeigt Impressionen zum fünfjährigen Bestehen der NochMall, dem Gebrauchtwarenkaufhaus der Berliner Stadtreinigung. Zu Beginn werden Aufnahmen vom Kiezfest und aus dem Gebrauchtwarenkaufhaus gezeigt. Dabei erscheint die Einblendung „Fünf Jahre NochMall“. Anschließend wird die Entwicklung der NochMall durch mehrere Texteinblendungen beschrieben. Die Einblendungen lauten sinngemäß: Aus einem Traum und einer zunächst leeren Halle entstand mit einem engagierten Team das Gebrauchtwarenkaufhaus der Berliner Stadtreinigung. Im weiteren Verlauf berichten Mitarbeitende und Besucherinnen beziehungsweise Besucher über die NochMall. Sie beschreiben das Kaufhaus als Ort für nachhaltigen Konsum, Wiederverwendung und Begegnung. Hervorgehoben werden das vielfältige Warenangebot sowie die zahlreichen Veranstaltungen und Aktivitäten vor Ort. Während der gesprochenen Beiträge sind Verkaufsflächen, Kundinnen und Kunden, Mitarbeitende sowie unterschiedliche Gebrauchtwaren zu sehen. Gezeigt werden unter anderem Möbel, Kleidung, Haushaltswaren und Dekorationsartikel. Zum Ende des Videos werden weitere Impressionen aus dem Kaufhaus eingeblendet. Dabei erscheinen die Begriffe „Leidenschaft“, „Gefühl“, „Familie“ sowie „Schatzinsel – alles für den Haushalt“. Das Video endet mit der Einblendung: „Danke an all unsere Unterstützenden“.

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„Die NochMall zeigt seit fünf Jahren, wie echte Kreislaufwirtschaft geht – nah dran an den Menschen, praktisch und nachhaltig. Wer gut Erhaltenes abgeben will, kann das ganz einfach vor Ort, auf unseren Kieztagen oder an vielen Recyclinghöfen tun. So findet Gebrauchtes ein zweites Leben, und Berlin kommt dem Ziel einer Zero-Waste-Stadt ein Stück näher.“

Stephanie Otto, Vorstandsvorsitzende der BSR

In den ersten fünf Jahren ihres Bestehens hat die NochMall

Daumen hoch für die Kieztage

Das Video zeigt Impressionen von einem Kieztag der Berliner Stadtreinigung (BSR). Zu Beginn werden Aufnahmen vom Veranstaltungsgelände gezeigt. Besucherinnen und Besucher bewegen sich zwischen Informationsständen und Aktionsflächen. Mitarbeitende der BSR stehen für Gespräche zur Verfügung und informieren über Angebote rund um Abfallvermeidung, Wiederverwendung und Nachhaltigkeit. Im weiteren Verlauf sind verschiedene Stationen des Kieztags zu sehen. Gezeigt werden BSR-Fahrzeuge, Sammelaktionen sowie die Annahme und Weitergabe von Gegenständen. Besucherinnen und Besucher bringen gebrauchte Dinge mit, informieren sich über Wiederverwendungsmöglichkeiten und nehmen an den Angeboten vor Ort teil. Während des Videos vermitteln die Bilder den Charakter eines nachbarschaftlichen Stadtteilfestes mit Informations-, Beratungs- und Mitmachangeboten. Zu sehen sind Menschen unterschiedlichen Alters, die miteinander ins Gespräch kommen und die verschiedenen Angebote nutzen. Zum Ende des Videos werden weitere Impressionen vom Veranstaltungsgelände gezeigt. Abschließend erscheint die Einblendung: „Mehr Infos unter: bsr.de/meinkieztag“.

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Auch die Kieztage feierten ein kleines Jubiläum – und konnten zwei Jahre nach dem Start eine positive Zwischenbilanz ziehen: Insgesamt fanden von April 2023 bis Ende Dezember 2025 genau 616 Kieztage statt. Dabei haben über 260.000 Besucher:innen insgesamt mehr als 4.500 Tonnen Sperrmüll und gutes Gebrauchtes abgegeben. Das gemeinsame Angebot der Berliner Bezirke und der BSR bietet den Bürger:innen wohnortnah die Möglichkeit, kostenfrei ihren Sperrmüll, Elektroaltgeräte sowie gebrauchsfähige Textilien zu entsorgen. Gleichzeitig dienen die Kieztage als mobile Plattform für Wiederverwendung, Recycling und Abfallberatung. Sie sind eine wertvolle Ergänzung zum Angebot der 14 stationären BSR-Recyclinghöfe – und ein deutliches Zeichen für nachhaltige Nachbarschaft. 

repami: reparieren und Ressourcen schonen

Der Toaster klemmt, die Schuhsohle löst sich? Kein Grund, gleich alles wegzuwerfen! Im Oktober 2025 lud das Reparaturnetzwerk repami erneut zum International Repair Day in die NochMall ein und präsentierte nachhaltige Ideen rund ums Reparieren, Verschönern und Upcyceln. Seit Juli 2024 hat repami die Berliner:innen dabei unterstützt, die Lebensdauer von Gebrauchsgegenständen zu verlängern und damit sowohl die Umwelt als auch den eigenen Geldbeutel zu schonen. Ein Thema, für das wir uns auch in Zukunft starkmachen – auch wenn das gemeinsam mit Partner:innen initiierte Förderprojekt repami mit guten Erfolgen zunächst beendet ist. 

Plakatkampagne von repami zum Reparieren von Haushaltsgeräten an einem Abfallfahrzeug

© BSR

„Verschwendung? Nicht mit uns! Wir packen an für Wiederverwendung und Ressourcenschutz.“

Suleyman, Mitarbeiter BSR-Recyclinghof

Bühne frei für Abfallvermeidung, Re-Use und Recycling

Wenn es um die „grüne“ Zukunft der Hauptstadt geht, darf das #TeamOrange nicht fehlen. Auf verschiedenen Veranstaltungen haben wir 2025 für mehr Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft in Berlin geworben – und innovative Lösungen der BSR für Abfallvermeidung und Re-Use präsentiert.

Sperrling: Entsorgung auf neuen Wegen

Von den Recyclinghöfen über die Kieztage bis zu individuellen Abfuhrterminen: Die BSR bietet den Berliner:innen vielfältige Möglichkeiten, ihren Sperrmüll umweltgerecht zu entsorgen – und arbeitet permanent daran, ihre Services weiterzuentwickeln. In Kooperation mit der BSR-Tochter Berlin Recycling (BR) und einem Start-up aus der Logistikbranche haben wir 2025 in einem begrenzten Innenstadtgebiet die Abholung aus Privathaushalten per E-Lastenrad getestet: Unser „Sperrling“ erwies sich dabei als eine schnelle, unkomplizierte und klimafreundliche Möglichkeit, kleine Sperrmüllmengen loszuwerden. Ursprünglich sollte das Pilotprojekt bis Sommer 2026 andauern. Aufgrund der überraschenden Insolvenz des Logistik-Dienstleisters und der erfolglosen Suche nach einer wirtschaftlich sinnvollen Alternative musste es jedoch leider bereits Ende 2025 beendet werden.

BSR-Mitarbeiter fährt ein E-Lastenrad zur Abholung von Sperrmüll im Rahmen des Projekts Sperrling

© BSR

Wie nachhaltig ist die BSR-Gruppe? Wir berichten!

Transparenz ist für uns selbstverständlich: Bereits seit 2009 veröffentlicht die BSR regelmäßig Nachhaltigkeitsberichte – und hat sich auch auf die Anforderungen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) frühzeitig vorbereitet. Im Frühjahr 2025 wurde jedoch auf EU-Ebene entschieden, die Berichtspflichten für Unternehmen zu reduzieren und die EU-Taxonomie zu vereinfachen. Durch das sogenannte Omnibus-Verfahren verschiebt sich die CSRD-Berichtspflicht für die BSR auf 2028. Wir haben trotzdem weitergearbeitet und veröffentlichen bereits 2027 einen „Probebericht" für das Jahr 2026 – angelehnt an die CSRD-Vorgaben und gemäß den Richtlinien des Landes Berlin. 

Gemeinsam mit allen Töchtern und Beteiligungen nutzen wir den Prozess der Berichterstattung, um das Nachhaltigkeitsmanagement innerhalb der Gruppe weiterzuentwickeln. Dass wir auf dem richtigen Weg sind, zeigt nicht zuletzt die Auszeichnung der BSR mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2025.

Die BSR begreift auch diese neue Anforderung als Chance und arbeitet mit einem Projektteam aus allen Bereichen der BSR und der Töchter an der Umsetzung. Durch die CSRD werden Umwelt- und soziale Aspekte noch besser als bisher in die Unternehmensprozesse integriert.“

Dr. Markus Spitznagel, Nachhaltigkeitsbeauftragter der BSR